Nun ist alles Regenwasser aus den Tonnen entfernt und Regen nicht in Sicht; das siebte Jahr Rietz beginnt genauso trocken wie das Sechste. Man muss eben damit leben, dass es kein Klima mehr gibt, so wie es war, als man aufgewachsen ist, vor 50 Jahren. Kokardenblumen von abgeblühten Blüten befreit und Tomaten und Zucchini gegossen. Dem einen Kürbis hat Christian versucht, eine andere Ausdehnungsrichtung zu geben, damit er weiter an die Schnellkomposter kommt. Der Sternmagnolie eine Infusionsflasche verpasst, damit da mehr Wasser an die Wurzel kommt.
Kategoriearchiv: Gemüse
Sechs Jahre Rietz
Nun ist es schon sechs Jahre her, dass wir hier nach Rietz gezogen sind, um aus der Wiese einen Garten zu machen, was uns trotz der Widerwärtigkeiten des Wetters auch so gut es ging gelungen ist.
Das sechste Jahr hier war das trockenste und wärmste Jahr, was auch zu Verlusten bei Pflanzen geführt hat. Der Kirschlorbeer, die Pflaume »Victoria« sind eingegangen, trotz Herumlaufens mit der Gießkanne. Auch unsere Wildtomate »Rote Murmel« hat sich 2019 nicht mehr gezeigt. Die Jostabeere und die Blaubeersträucher haben sich für immer verabschiedet. Die Wetterkapriolen haben auch die Obstbäume zu früh blühen lassen und die kurzen Nachtfröste im April und Mai haben dann entweder den Blüten oder den jungen Früchten den Garaus gemacht. Wenige Äpfel, keine Aprikosen, keine Birnen, keine Kirschen, keine Mirabellen, keine Pfirsiche. Himbeeren und Brombeeren sehen gut aus, auch alle Sorten Johannisbeeren und die Stachelbeeren sehen nach einer guten Ernte aus. Schlechter sieht es bei den Erdbeeren aus. Zu trocken, auch über den Winter.
Auch bei den Tieren gab es durch die Dürre des sechsten Jahres in Rietz einige Verluste. Die Insekten sind etwas weniger und auch die Eidechsen sind in ihrem Bestand gesunken; die Vögel halten sich vielleicht auch wegen der täglich von uns gefüllten Wasserstelle relativ gut.
Nun also kommt das (hoffentlich nicht verflixte) siebte Jahr. Mal sehen, was das wohl bringt.
Das Beitragsbild zeigt, wie es hier heute aussieht, und das Bild unten, wie es damals aussah.

Möhrenblüten mit Insekten
Wir haben die Möhren aus dem vorigen Jahr nun blühen lassen und die Blüten erfreuen sich großer Beliebtheit bei verschiedensten Insektenarten.
Sehr Warm
Christian hat heute Morgen den Garten gewässert, damit die Pflanzen die Wärme besser überstehen, gut nach dem Mondkalender war ohnehin Gießtag. Kürbis und Tomaten wachsen trotz oder gerade wegen der Wärme ausgezeichnet. Kürbis, Tomaten und ein Rittersporn sind auf den folgenden Bildern zu sehen.



Topinambur
Schön wächst der Topinambur dieses Jahr im Beet ‚Mangold‘.“ Obwohl wir dort nie eine Knolle gesteckt hatten. Dort, wo Sie mal gesetzt wurden, sind Sie alle weg.
Beet „Wolfgang“ im Frühling 2019
Auf unserem Beet „Wolfgang“ wachsen dieses Mal Dicke Bohnen, Dill, Kopfsalat, Koriander, Zitronenmelisse und Zwiebeln. Ständig stehen da eine Schlehe, auch Schwarzdorn genannt, zwei Erdbeerpflanzen, je ein Hibiskus, Lavendel und Schnittlauch.
Erfrorene Walnussblätter
Erst heute entdeckt, dass beim Nachtfrost am Wochenende außer dem Mais auch die Blätter der Walnussbäume gelitten haben.
Der Mai ist kühl aber nicht nass – leer bleiben Scheuer und Fass
Das bisherige Regenerlebnis für den Mai hat zwar eine Steigerung der Regenmenge von 150 % zum Vorjahr gebracht, nur sind ja im gesamten Mai 2018 bloß 1 mm Niederschlag gefallen. Aber auch dieses Jahr sind die Wasservorräte schon erst einmal wieder fast verbraucht. .
Erntedankfest 2018
Dankbarerweise konnten wir trotz der Dürre auch dieses Jahr doch einiges ernten: Äpfel, Baumspinat, Bohnen, Brombeeren, Chilis, Erdbeeren, Gurken, Himbeeren, Johannisbeeren (Rote, Schwarze und Weiße), Jostabeeren, Kartoffeln, Kupferfelsenbirnen, Süß- und Sauerkirschen, Lauch, Minigurken, Möhren, Radieschen, Rhabarber, Rote Bete, Salat, Stachelbeeren, Tomaten, Topinambur, Walnüsse, Weintrauben, Zucchini, Zwiebeln. Auch Kräuter und Wildkräuter wie Bärlauch, Bohnenkraut, Brennnessel, Estragon, Kapuzinerkresse, Lavendel, Liebstöckel, Löwenzahn, Majoran, Oregano, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian, Vogelmiere. Ysop und Zitronenmelisse.
38. und 39. Kalenderwoche 2018
Nachdem es bis zum Herbstanfang weiterhin sehr warm war und es nur zwei kühle Tage in der 38. Kalenderwoche gegeben hatte, war die 39. Kalenderwoche wesentlich kühler. Geregnet hat es kaum. Geerntet wurden Chilis, Kapuzinerkresse, Möhren, Rote Bete und Tomaten. Das Beitragsbild zeigt die herbstlich gefärbte Kupferfelsenbirne.



















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