Der Braune Waldvogel (Aphantopus hyperantus) oder auch Schornsteinfeger genannt ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter und der Unterfamilie der Augenfalter. Der Braune Waldvogel gehört genau wie das Große Ochsenauge zur Tribus Maniolini. Der Braune Waldvogel und das Große Ochsenauge fliegen oftmals zusammen.
Schornsteinfeger und Große Ochsenaugen am Majoran im Beet „Mix“ 03. Juli 2022
Der Braune Waldvogel ist ein Tagfalter, die Flügelspannweite liegt zwischen 3,5 und 4,2 cm. Die Falter können wir hier bei uns im Garten an Brombeerblüten, den Blüten von Majoran, Margeriten, Oregano und der Winterheckenzwiebel beobachten. Sie leben unter anderem in Bauerngärten, Buchenwäldern, Lichtungen, Niederwälder, Streuobstwiesen und Trockenwiesen. Die Falter bevorzugen schattige Bereiche in Brombeersträuchern, die wir ja im Beet „Brombeere“ bieten können. Der Braune Waldvogel fliegt jährlich in einer Generation von Juni bis August. Die Überwinterung findet in einem Larvenstadium statt. Die Raupen ernähren sich von am besten von Brombeeren beschatteten Gräsern. Der Braune Waldvogel ist nicht gefährdet und weit verbreitet, ging aber seit den Dürresommer 2018 zurück und hart sich bisher vom Rückgang nicht erholt.
Der Braune Waldvogel ist eine der häufigsten Schmetterlinge bei uns im Garten, den allgemeinen Rückgang seit 2018 können wir bei uns glücklicherweise nicht nachvollziehen.
Brauner Waldvogel an der Schafgarbe 11.8.2023Ein Brauner Waldvogel am Majoran 12.7.2023Ein Faulbaum-Bläuling, ein Brauner Waldvogel und ein Tagpfauenauge am Majoran 12.7.2023Zwei Braune Waldvögel am Majoran 12.7.2023Fünf Braune Waldvögel am Majoran 12.7.2023
Seite aktualisiert am 9.8.2023Folgendes ist dazugekommen: Ergänzungen der Beschreibung (Ernährung, Raupen- und Puppenzeit, Bilder aus dem Jahr 2018 und das Jahr 2023 mit Fotos. Hinweise auf Beiträge mit Bildern des Schachbrettfalters
Schachbrett
Der Schachbrettfalter (Melanargia galathea) ist ein Tagfalter innerhalb der Familie der Edelfalter in der Unterfamilie der Augenfalter. Der Schachbrettfalter hat eine Flügelspannweite von 3,7 bis 5,2 cm. Das Schachbrett war der Schmetterling des Jahres 2019. Die Schachbrettfalter fliegen von Juni bis August. Schachbrettfalter konnten wir hier von Anfang an (also 2013) beobachten. Der Schachbrettfalter überwintert als Raupe. Sie verpuppen sich im Mai und die Falter schlüpfen Mitte Juni. Die Raupen des Schachbrettfalters ernähren sich von Gräsern. Die Falter saugen Nektar an Disteln, Flockenblumen und Skabiosen. Bei uns im Garten sind sie sehr oft auch am Lavendel und am Phlox, im Jahr 2022 konnten wir sie auch an den Blüten vom Majoran beobachten.
Die Grundfarbe der Flügel kann von weißlich bis cremefarben variieren, und darauf sind die schwarzbraunen Flecken in einem Schachbrettmuster verteilt. Dieses auffällige Muster dient als Tarnung, die den Schmetterling in seinen natürlichen Lebensräumen gut tarnt. Die Lebensweise des Schachbrettfalters ist eng mit blumenreichen Wiesen und Graslandschaften verbunden.
Die Fortpflanzung des Schachbrettfalters beinhaltet die Eiablage durch das Weibchen auf oder in der Nähe von Gräsern. Die Raupen schlüpfen aus den Eiern und beginnen, sich von den Gräsern zu ernähren. Die Verpuppung findet normalerweise auf oder nahe dem Boden statt.
Obwohl der Schachbrettfalter aufgrund seines auffälligen Erscheinungsbildes und seiner relativ häufigen Vorkommen als nicht gefährdet gilt, kann er dennoch von menschlichen Aktivitäten beeinflusst werden. Die Zerstörung von Lebensräumen durch landwirtschaftliche Umwandlungen, Urbanisierung und der Einsatz von Pestiziden kann sich negativ auf die Populationen dieses Schmetterlings auswirken. Die Vielfalt der Lebensräume, in denen er vorkommt, macht ihn zu einem faszinierenden Beispiel für die Anpassungsfähigkeit von Schmetterlingen und deren Bedeutung für die Umwelt.
Schachbrettfalter sind auf dem Beitragsbild folgender unserer Beiträge:
Im Jahr 2023 gab es hier noch mehr Schachbrettfalter als 2022, die an Flockenblumen und Lavendel Nektar gesaugt haben.
Schachbrettfalter saugt an der Flockenblume 5.8.2023Ein Schachbrettfalter saugt an Flockenblume 5.8.2023Schachbrettfalter an Flockenblume 19.7.2023Schachbrettfalter von vorne an Flockenblume 17.7.2023Zwei Schachbrettfalter am Lavendel 17.7.20232 Schachbrettfalter am Lavendel 17.7.2023Drei Schachbrettfalter am Lavendel 17.7.2023Schachbrettfalter an Flockenblume 13.7.2023Ein Schachbrettfalter an Flockenblume 13.7.2023Schachbrettfalter an Flockenblume 13.7.2023Schachbrettfalter an einer Flockenblume 13.7.2023Mehrere Schachbrettfalter an den Flockenblumen 13.7.2023Zwei Schachbrettfalter an Fllockenblumen 13.7.2023
2022
Im Jahr 2022 gab es hier sehr viele Schachbrettfalter, die sich an den Flockenblumen und dem Lavendel aufgehalten haben.
Das Landkärtchen (Araschnis levana) ist ein Tagfalter aus der Familie der Edelfalter und der Unterfamilie Fleckenfalter. Das Landkärtchen gibt es in zwei äußerlich unterschiedlichen Generationen, eine Frühjahrs- und eine Sommergeneration. Das Landkärtchen war der Schmetterling des Jahres 2007 und ist das Insekt des Jahres 2023.
Man findet die Raupen der Sommergeneration im Mai/Juni, die der Frühjahrsgeneration im August/September. Das Aussehen der Falter ist von den Temperaturen, denen die Puppe ausgesetzt ist, abhängig, bei kühlen Temperaturen gibt es helle, bei warmen Temperaturen dunkle Falter. Bei beiden Generationen unterscheiden sich die männlichen und weiblichen Falter durch die Größe. Die weiblichen Falter sind jeweils größer. Die Frühjahrsgeneration ist insgesamt kleiner als die Sommergeneration. Die Sommergeneration ist zahlreicher als die Frühjahrsgeneration, da einige Puppen den Winter nicht überleben.
Die Frühjahrsgeneration wird auf dieser Seite beschrieben und mit Fotos dokumentiert und weiteren Informationen ergänzt.
Hier gibt es Bilder und mehr von der Sommergeneration des Landkärtchen
Das Landkärtchen ist einer der Nesselfalter, weil die Raupen des Landkärtchens sich von Brennnesseln ernähren, die an möglichst schattigen Plätzen wachsen. Die Falter saugen je nach Generation Nektar an unterschiedlichen Pflanzen und deren Nahrung wird auf der jeweiligen Unterseite behandelt.
Das Große Ochsenauge (Maniola Justina) gehört zu der Familie der Edelfalter in der Unterfamilie Augenfalter. Das Große Ochsenauge hat eine Flügelspannweite von 4 cm bis 4,8 cm. Die Flugzeiten sind von Juni bis September in einer Generation. Das Große Ochsenauge gehört genau wie der Braune Waldvogel zur Tribus Maniolini. Das Große Ochsenauge und der Braune Waldvogel fliegen oftmals zusammen, wie man unten auf dem Bild sehen kann.
Große Ochsenaugen und Schornsteinfeger am Majoran im Beet „Mix“ 03. Juli 2022
Das Große Ochsenauge fliegt jährlich in einer Generation von Ende Mai bis Anfang September. Die weiblichen Großen Ochsenauge schlüpfen später im Frühjahr als die Männchen und werden ca. 40 Tage alt. Die Raupen sieht man ab September, sie überwintern und dann sieht man die Raupen bis Mai. Weibliche und männliche Große Ochsenaugen kann man an der Flügeloberseite unterscheiden. Das erste Foto zeigt ein weibliches, das zweite Foto ein männliches Großes Ochsenauge:
Großes Ochsenauge (weiblich) Juli 2022Großes Ochsenauge (Männlich) August 2016
Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Süßgräsern. Die erwachsenen Falter trinken den Nektar von meist violetten Blüten, wie Disteln, bei uns können wir sie an den Brombeerblüten, Flockenblumen, Lavendel, Majoran, Ringelblume, Sommerflieder, Thymian und der Winterheckenzwiebel sehen. Sonst kann man das Große Ochsenauge auf Wiesen, Trockenrasen, an Waldrändern und wie bei uns im Garten sehen. Die Falter sind in Brandenburg nicht auf der Roten Liste.
Der Admiral (Vanessa atalanta) ist ein Schmetterling aus der Familie der Edelfalter in der Unterfamilie Fleckenfalter. Sie erreichen ein Flügelspannweite von 5 bis 6,5 cm. Bei den Binden auf der Oberseite der Flügel gibt es Farbvarianten gelb, orange, rot, karminrot, wie man auch auf den Bildern dieser Seite immer wieder sehen kann. Der Admiral gehört in Mitteleuropa zu den Wanderfaltern. Allerdings hat sich eine eigenständige mitteleuropäische Population gebildet, es gibt kaum Einflüge aus dem Mittelmeerraum, sie wandern jetzt im Sommer bis nach Skandinavien. Im Herbst fliegen sie nach Süden, aber überqueren die Alpen nicht mehr. Wir können zum Beispiel Ende Oktober einzelne Admirale hier im Garten beobachten, was den Schluss nahelegt, dass diese hier überwintern. Der Admiral ist ein Einzelgänger. Wir können Ihn im Garten von Mai bis Oktober beobachten. Der Admiral ist ein gern gesehener Besucher in unserem Garten. Der Admiral lebt ein bis zwei Jahre, die Paarungszeit ist hier von Mai bis Juni. Die Raupen vom Admiral ernähren sich von der Großen Brennnessel. Die Falter kann man hier an Astern, Brombeeren, Fetthenne, Herbstastern, Majoran, Phlox, Sommerflieder, Thymian. und an von den Borkenkäfern angefressenen Äpfeln und Fallobst beobachten. Die männlichen Falter kann man auch an tierischen Ausscheidungen und Kadavern sehen. Bier sollen die Falter auch mögen. Der Admiral mag große Hitze und Trockenheit nicht.
Der Admiral ist in folgenden unserer Beiträge auf dem Beitragsbild zu sehen:
Das Tagpfauenauge (Aglais io) ist ein Schmetterling aus der Edelfalterfamilie und gehört zur Unterfamilie der Fleckenfalter. Die Flügelspannweite beträgt 5 cm bis 5,5 cm. Das Tagpfauenauge war der Schmetterling des Jahres 2009. Die Raupen vom Tagpfauenauge ernähren sich von der Großen Brennnessel. Die größere Wärme im Sommer heutzutage ist nicht so günstig für die Raupen vom Tagpfauenauge.
Die Tagpfauenaugen (wie auch der Kleine Fuchs) überwintern als Falter in leicht feuchten geschützten Orten wie Fuchsbaue, Keller oder Ställen. Bis 2019 vor der Austrocknung des Kellers hier durch den Klimawandel konnte man auch hier im Keller im Winter Tagpfauenaugen beobachten. Durch die Überwinterung gehören Sie hier wie der Zitronenfalter zu den ersten Schmetterlingen des Jahres. Die Tagpfauenaugen fliegen in zwei Generationen. Die Erste fliegt von Juni bis August, oft mit einer Diapause von Juli bis Oktober eingehalten wird. Die Zweite fliegt von August bis Oktober (auch November, wenn warm und nach der Überwinterung ab März. In unserem Garten gibt es viele Tagpfauenaugen, wie man auf den Bildern der Jahre unten sehen kann. Bis zum Jahr 2021 war das hier im Garten die häufigste Schmetterlingsart. Sie wurde 2022 vom Schachbrettfalter als häufigste Art abgelöst.
Bei diesen Beiträgen ist ein Tagpfauenauge auf dem Beitragsbild zu sehen:
Auch im Jahr 2024 fliegen einige Tagpfauenaugen durch unseren Garten
2022
Bisher fliegen seit März bei passendem Wetter vier Tagpfauenaugen durch den Garten. Insgesamt gab es 2022 im Verhältnis zu den Vorjahren weniger Tagpfauenaugen bei uns im Garten.
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